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Geschäftsbriefe und E-Mails - Schnell und professionell

Moderne Korrespondenz leicht gemacht

Dieses Buch bietet Ihnen eine praxiserprobte Sammlung von Musterbriefen und Textbausteinen für typische Korrespondenzsituationen. Es vermittelt Ihnen, was wirkungsvolle und moderne Korrespondenz per Brief und E-Mail auszeichnet – auch wenn es um die neue deutsche Rechtschreibung geht. Sprache transportiert nicht nur Sachinformationen. Mit Sprache geben wir auch Auskunft darüber, wie unsere Gemütslage ist. Beim Sprechen gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten – oft sagt unser Gesichtsausdruck schon mehr als Worte. Im schriftlichen Text dagegen spielen Wortwahl und Satzbau eine große Rolle. Somit geben wir durch alles, was wir schreiben, eine persönliche Visitenkarte von uns.

Ihr Stil, Ihre Sprache spricht Bände und gibt viel von Ihrer Einstellung zur Sache oder auch dem Empfänger gegenüber preis.

Die Zeit, die Sie für das Schreiben Ihrer Briefe, E-Mails oder Faxe aufwenden, ist immer gut investiert. Bewahren Sie dabei stets Ihren persönlichen Stil.

Ihr Sprachstil kann sogar zum richtigen Markenzeichen werden. Sicher haben Sie schon die Situation erlebt, wenn es heißt: „Das hat bestimmt Herr x geschrieben, das ist genau sein Stil.“ Bestimmte Redewendungen oder Ausdrücke haben mit der Zeit einen hohen Wiedererkennungswert und werden sofort Ihrer Person zugeordnet.

Wenn Sie im Namen eines Unternehmens ein Schreiben formulieren, sei es als Brief auf offiziellem Geschäftspapier oder nur als E-Mail, der Empfänger spürt sofort beim Lesen, welche Wertschätzung ihm entgegengebracht wird. Er merkt, ob sich der Autor Gedanken darüber gemacht hat, mit welchen Worten er sich an den Empfänger richtet, oder ob das Schreiben im 08/15-Stil verfasst wurde.

Wer schreibt heute Korrespondenz im Unternehmen?

Früher gehörte es zu den klassischen Aufgaben der Sekretärin, stilsicher Briefe im Namen des Vorgesetzten zu formulieren. Sie war ausgebildet in Sachen DIN 5008 und hatte die Orthografie professionell zu beherrschen.

Heute gibt es oft nur noch in den oberen Hierarchieebenen die klassische Zuordnung Chef – Sekretärin. Das Berufsbild hat sich frappierend gewandelt. Die Sekretärin ist nicht nur Ausführende im Büro und schreibt nach Diktat, sie zeichnet sich heute durch fundiertes Wissen in Betriebswirtschaft, Personalführung, Managementtechniken und Rhetorik aus. Sie spricht mehrere Sprachen, um in Zeiten der Globalisierung wertvolle Unterstützung im Management leisten zu können. Sie ist Officemanagerin, Projekt- oder Teamassistentin und erhält als qualifizierte Managementassistenz immer mehr Kompetenzen.

Durch schlanke Hierarchien haben viele Manager – vor allem in den mittleren Führungsebenen – kein Sekretariat mehr. Sie erledigen ihre Korrespondenz selbst. Das heißt, die externe Korrespondenz hat durch den viel größeren Nutzerkreis rasant an Bedeutung gewonnen. Texte versenden wird durch Internet und E-Mail zwar einfacher, doch es gelten hierbei die gleichen Qualitätsansprüche wie bei einem herkömmlichen Brief.

Das gerät in der täglichen Praxis oft in Vergessenheit. In der kaufmännischen Ausbildung werden zwar die wichtigsten Normen und Regeln für den Schriftverkehr vermittelt, doch was oft auf der Strecke bleibt, sind Kenntnisse in zeitgemäßem Schreibstil oder der Umgang mit kreativen und leserorientierten Formulierungen.

Hinzu kommt, dass in nichtkaufmännischen Ausbildungen schriftliches Formulieren oft eine untergeordnete Rolle spielt. Welcher Ingenieur erlernt schon während seines Studiums, wie er in einer E-Mail an seinen wichtigsten Kunden stilsicher und in angemessenem Ton Vertrauen gewinnt und dabei noch Inhalt und Form unter einen Hut bringt.

Gleichzeitig gibt es in vielen Branchen Quereinsteiger. Dazu gehört auch Personal in den Officeberufen. Durch Umschulungen und Neuorientierungen kann es vorkommen, dass zum Beispiel eine Erzieherin plötzlich ein Sekretariat leitet und damit für sie die moderne Korrespondenz zu einer der Schlüsselqualifikationen geworden ist.

Sprache entwickelt sich rasant und verändert sich ständig. Sprachliches Wissen und die Fähigkeit zu formulieren werden im Unternehmen immer neu auf den Prüfstand gestellt. Deshalb ist es unabdingbar, sich in den Aufgabenfeldern, in denen Korrespondenz anfällt, ständig auf dem Laufenden zu halten. Ein Beispiel macht deutlich, wie sich der Zeitgeist im Schriftverkehr widerspiegelt: Wo früher das „Hochachtungsvoll“ den Brief beendete, steht heute „mit freundlichen Grüßen“ oder „beste Grüße aus Mannheim“.

Imagefaktor schriftliche Kommunikation

Eine professionelle Imagebroschüre durch eine Werbeagentur gestalten zu lassen ist kein Hexenwerk. Erst der Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern prägt das Bild des Unternehmens nach außen und zeigt, wie kundenorientiert und innovativ es wirklich ist. Das Versenden eines modern aufgemachten Prospektes mit einem Begleitbrief in alter Rechtschreibung ist wohl kaum förderlich für das Image des Unternehmens. Gerade im Zeitalter des verschärften Wettbewerbs gehört ein professioneller Sprachstil in der Korrespondenz zu den Schlüsselfaktoren des unternehmerischen Erfolgs.

Denken Sie nur an folgende Situation: Sie erhalten die Absage eines Unternehmens auf Ihre Bewerbung, bei deren Formulierung Sie sich sehr viel Mühe gegeben haben. Der Sprachstil und auch die Optik des Schreibens hinterlassen bei Ihnen Spuren: Entweder Sie erfahren trotz Absage Wertschätzung und werden ermutigt, sich weiter zu bewerben, oder Sie behalten das Unternehmen in schlechter Erinnerung.

Oder: Von einem Seminaranbieter erhalten Sie mit einem Seminarprospekt ein Anschreiben, das in Orthografie und Grammatik mehrere Fehler aufweist. Würden Sie dort ein Seminar buchen?

Eine überzeugende Korrespondenz kann das Image des Unternehmens langfristig positiv beeinflussen. Sie ist wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements im Office!

Übereinstimmung zwischen Korrespondenz und Corporate Identity

Die viel diskutierte Corporate Identity, das einheitliche äußere Erscheinungsbild des Unternehmens, ist Ausdruck der Firmenphilosophie und damit verpflichtend für alle Mitarbeiter. Je nachdem, um welches Unternehmen es sich handelt, werden verschiedene Ziele verfolgt: Eine renommierte Unternehmensberatung, die Vertrauen, Erfahrung und Zuverlässigkeit vermitteln möchte, legt auf andere Gestaltungs- und Sprachmerkmale Wert als eine Werbeagentur, die Kreativität, Innovation und Mut zur Veränderung signalisiert.

Dabei ist schon die Wahl der Schriftart entscheidend: Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Schrift ist die Lesbarkeit. Sie sollten „moderne“ Schriften für die normale Korrespondenz meiden und nur Schriften mit einer klaren und einfachen Formensprache wählen:

Teichmann & Partner
Unternehmensberatung

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Welches Schriftbild schafft bei Ihnen mehr Vertrauen?

Jede Schriftart weckt ganz bestimmte Assoziationen. Verspiele Schriftarten passen eher zu einem kreativen Umfeld, gerade Schriften ohne Serifen unterstreichen Sachlichkeit und Kompetenz. Achten Sie bei der Wahl der Schriftart Ihres Schreibens stets auf die Außenwirkung!

Ist das äußere Erscheinungsbild des Unternehmens klar und schnörkellos, zum Beispiel die Architektur des Gebäudes, die Inneneinrichtung oder der Messestand, so sollte dies auch die äußere Form der Korrespondenz widerspiegeln.

Herrscht in der Imagebroschüre eine klare und präzise Sprache vor, ist dies für den Stil der schriftlichen Dokumente, die nach außen gehen, ebenfalls selbstverständlich.

Wird in der Unternehmensbotschaft das Qualitätsbewusstsein in den Mittelpunkt gestellt, gilt dies auch für Grammatik, die Orthografie und sachliche Richtigkeit des Textes.

Schrift vermittelt Gefühlswerte. Sie ist Aushängeschild und spiegelt die Unternehmensphilosophie wider. Deshalb sollte jedes Unternehmen seine Hausschrift festlegen.

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